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tierschutz1 Unser Tierschutzprojekt in Bosnien


Wir engagieren uns in Sarajevo für die Rettung von Straßenhunden und –katzen. Die streu-nenden Hunde werden immer noch in großer Anzahl von Hundefängern gefangen und durch eine Giftinjektion in die Lunge getötet. Zwischen 7.000 und 10. 000 Tiere sterben auf diese Weise Jahr für Jahr. Die Bilder der zusammengedrängten Hunde in der Tötungsstation, auf die der Tod wartete, werden wir wohl nie mehr los.

In enger und freundschaftlicher Zusammenarbeit mit zwei engagierten bosnischen Tierschutzvereinen finanzieren wir Tierschutzarbeit vor Ort in Form von Zahlungen für Tierfutter und Tierarztkosten sowie für Prophylaxe wie Impfungen und Entwurmungen oder für Operationen, Kastrationen und Wundbehandlungen etc. Darüber hinaus geben wir auch Zuschüsse zu den fixen Kosten wie Büromiete, Strom, Heizung und Telefon.

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Der Tierschutzverein „SOS Sarajevo“ macht unermüdlich Öffentlichkeitsarbeit mit Programmen in Kindergärten und Schulen um das Bewusstsein gegenüber Tieren, das auch in Bosnien von Gleichgültigkeit und Grausamkeit geprägt ist, zu ändern.
„SOS“ pflegt auch ein gutes Verhältnis zu den Medien, so sind häufig Berichte über ihre Tierschutzarbeit in der Presse und im Fernsehen zu finden.
Der Verein hat erreicht, dass er mit Genehmigung der Behörden im Veliki Park im Zentrum der Stadt, 14-tägig samstags eine Tiervermittlungsaktion durchführen kann. Trotz größter Bemühungen ist es „SOS“ noch nicht gelungen, von der Stadt Mittel für ein Grundstück mit Tierheim zu erhalten.

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Seit der Jahrtausendwende betreibt die Tierschützerin Gordana Ristic (Goga) von „Help Animals“ auf einem verlassenen Militärgelände am Stadtrand von Sarajevo eine Hunde- und Katzenauffangstation. Sie beherbergt dort ständig zwischen 100 und 130 Hunde und ca. 30 Katzen, alle von der Strasse gerettet oder aus der Tötungsstation geholt. Manchmal bringen auch Menschen streunende Tiere vorbei oder binden sie einfach an der Umzäunung an oder werfen sie gar über den Zaun.
Wir lernten Goga und ihr Asyl im Oktober 2006 kennen, als wir wieder in Sachen Tierschutz in Sarajevo unterwegs waren, dieses Mal mit einer Bosnierin und Tierschützerin aus Rosenheim. Als Reisebegleiterin und Dolmetscherin leistete sie uns wertvolle Hilfe. Wir wurden sehr gastfreundlich empfangen bei Tierschützern vor Ort.
Beim Anblick des Tierheims von „Help Animals“ waren wir zutiefst erschüttert, es mangelte an allem. Die Hunde waren in sehr kleinen Zwingern untergebracht, für ausreichend Futter und für die notwendige tierärztliche Versorgung fehlte es einfach an Geld. Alles war nur auf das „Überleben“ ausgerichtet. Goga ist in unermüdlichem Einsatz für „ihre Tiere“ und verzichtet im Privatleben wirklich auf alles, aber 150 Tiere, Berufstätigkeit und nur wenige Helfer...., das ist zu viel. So hat HoG sich entschlossen, ab November 2007 auch „Help Animals“ mit regelmäßigen monatlichen Zahlungen für Tierfutter und Tierarztkosten zu unterstützen.

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Gleichzeitig mit HoG wurden noch andere Tierschutzorganisationen auf die schlechten Verhältnisse in Sarajevo aufmerksam, nicht zuletzt durch die Initiative von Frau Hein, der bereits erwähnten Bosnierin. Sie wohnt in Rosenheim und ist für alle Tierschützer, egal welcher Nationalität der Ansprechpartner, wenn es um die Tiere in ihrer Heimatstadt Sarajevo geht. Inzwischen haben mehrere Tierschutzorganisationen ihre positiven Spuren in Sarajevo hinterlassen, so dass 2008 in Goga´s Asyl deutliche Verbesserungen zu bestaunen sind.




HoG ließ im Oktober 2007 zwei Großraumzwinger mit je 40 qm Grundfläche errichten, die jetzt im Februar 2008 auch ein festes Dach erhielten. Sie sind für die Hunde eine große Platzverbesserung. Außerdem konnten wir 10 XXL-Transportboxen spenden, die ebenfalls dringend benötigt wurden.
„SOS Animali“ aus der Toskana mit dem Dachverband ETN in Bonn spendeten 100 nagelneue voll isolierte Hundehütten. „Respektiere“ aus Salzburg finanzierte ein neues Holzhaus für die Katzen mit „Villeneinrichtung“.
Die Tierhilfe Süden Österreich war mit einer Tierärztin in Sarajevo und ließ 100 Straßenhunde kastrieren. In diesem Frühjahr soll eine weitere Kastrationsaktion stattfinden, ein Anfang ist also in dieser Hinsicht gemacht.

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Wir können die Tötungsstation nicht verhindern angesichts der großen Anzahl von Streunerhunden, wir können nur viel Tierelend vermeiden, indem wir nach und nach viele Kastrationen finanzieren, bzw. die Tierärzte für ihre Arbeit bezahlen, um die Hundepopu-lation zu vermindern. Wir hoffen auch bei diesem Projekt auf die Zusammenarbeit mit den oben genannten Organisationen, die Kontakte sind geknüpft.

Nur durch die Zusammenarbeit der vielen einzelnen Tierschützer in Sarajevo, Bosnier, Amerikaner, Österreicher und Deutsche und die Kooperation verschiedener Organisationen konnte ein Wandel in Sarajevo erreicht werden. So konnten viele von Goga`s Hunden ins Ausland zur Vermittlung gebracht werden, die Aufnahmekapazität im Asyl wäre sonst sehr schnell erschöpft.

Des weiteren unterstützen wir in Skopje, Mazedonien, ein Katzenschutzprojekt mit Geld für Futter und Kastrationen.

Dank großzügiger Privatspenden konnten wir außerdem einige kranke Tiere in Deutschland operieren lassen.

Wir danken von Herzen allen, die uns die Treue halten und unsere oft schwere Arbeit unterstützen. Bitte helfen Sie uns mit einer Geld- oder Sachspende und besuchen Sie unseren Second-Hand-Laden und unseren Geschenke- und Basarladen in Heidelberg-Pfaffengrund. Der Erlös kommt unseren Projekten für Mensch und Tier zugute.

Spendenkonto Nr. 4010035 Sparkasse Heidelberg (BLZ 672 500 20)
Stichwort „Tierschutz“